Wenn Sie sich zu einer Einfriedung ihres Teiches entschließen, können auch Wasserschildkröten gehalten werden. Besonders geeignet ist die Europäische Sumpfschildkröte. Sie ist aber so selten geworden, dass sie fast nirgends mehr zu erwerben ist. Aber auch die importierten Schmuckschildkröten lassen sich im Sommer im Freiland unterbringen. Dabei ist aber darauf zu achten, dass es wirklich schon schön warm ist. Die Temperaturen sollten 15° nicht unterschreiten, auch nachts.
Wasserschildkröten lieben einen stark verkrauteten Teich, der ihnen viele Versteckmöglichkeiten bietet. Sie brauchen aber unbedingt auch eine trockene Stelle zum sonnen. Steine und Wurzeln die in der vollen Sonne platziert sind, sind ihre Lieblingsplätze. Von dort lassen sie sich bei Gefahr auch einfach ins Wasser fallen.
Es ist zu berücksichtigen, dass sich Wasserschildkröten von Schnecken und Fischen ernähren. Gesunde und gewandte Fische erbeuten sie zwar selten, aber auf die Haltung der weniger schnellen Zuchtformen ( wie z.B. Schleierschwanz ) sollte man dann doch verzichten. Im Handel werden zusätzlich spezielle Futtersorten angeboten. Auch Fischfutter wird von den Schildkröten meist nicht verschmäht.
Die Überwinterung muss im Haus in einem warmen Terrarium erfolgen. Die kalte Überwinterung ist ein Haltungsfehler ! Auch wenn es in einigen Fachbüchern steht ! Wasserschildkröten kommen nicht nur ganz prima ohne Winterschlaf aus, sondern er hat für sie oftmals tödliche Folgen. Durch die niedrigen Temperaturen und die Zeit ohne Futter werden die Tiere enorm geschwächt und bekommen schwerste Krankheiten wie z.B. Lungenentzündung, Nierenentzündung, Nekrose, Pilzbefall.
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