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Der Stör

Störe gibt es schon seit etwa 250 Millionen Jahren auf der Erde !

Der Stör ist ein harmloser, friedlicher und robuster Fisch.

Aber er ist nur bedingt für den Gartenteich geeignet, auf alle Fälle nur für große Teiche mit genügend Schwimmfläche und einer Mindesttiefe von 1,20 m.
In kleinen oder flachen Teichen kann der Stör nicht überleben. Ganz wichtig ist auch eine gut funktionierende Filteranlage !
Störe lieben kühles und sauerstoffreiches Wasser. Strömung fördert das Wohlbefinden der Fische.

Als ausdauernde Schwimmer sind sie ständig in Bewegung und haben daher einen großen Platzbedarf . Sie schwimmen auch gern, vor allem nachts, an der Oberfläche.
Ein großes Problem stellen die häufig auftretenden Fadenalgen dar. Sie werden schnell zur tödlichen Falle für einen Stör. Denn Störe können nicht rückwärts schwimmen und sich somit nicht aus den Algen befreien ! Aus diesem Grund müssen die Algen immer gründlich bekämpft werden.

Bei guter Haltung werden Störe handzahm und gehören somit ein ganzes Stück zur Familie.
 
Es gibt viele verschiedene Störarten. Sie unterscheiden sich nicht nur vom Aussehen, sondern auch von ihrer Körpergröße.

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass sie sich der Teichgröße anpassen. Deshalb eignet sich am besten der Echte Sterlet für den Gartenteich. Er wird nur ca. 1 m lang und 20 Jahre alt.



Die Ernährung
 
Störe ernähren sich von Insektenlarven, Würmern und Weichtieren. Sie kehren das Futter mit ihren Barteln ins Maul und können deshalb nur vom Boden fressen, kein schwimmendes Futter. Auf Grund ihrer Größe brauchen sie eine erhebliche Menge, die in den Gartenteichen nicht vorhanden ist. Deshalb muss Spezialfutter zugefüttert werden. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass es schnell auf den Boden sinkt. Im Handel gibt es spezielles Störfutter, es kann aber auch ein Karpfenfutter oder ein Forellenfutter gegeben werden. Wichtig dabei ist, dass der Fettgehalt 14 % nicht überschreitet !

Störe sind außergewöhnliche Feinschmecker. Futter das länger als eine halbe Stunde im Wasser liegt, wird nicht mehr aufgenommen. Deshalb ist es empfehlenswert einen Futterplatz einzurichten der überschaubar ist. Am günstigsten in der Flachzone. Dort sollte dann möglichst mehrmals am Tag eine kleine Menge gefüttert werden.

Werden die Störe mit anderen Fischen zusammen im Teich gehalten, hat sich ein Rohr als Fütterungshilfe sehr gut bewährt. Auf diese Weise kann das Futter direkt platziert werden und die anderen, schneller fressenden Fische bekommen nicht so viel ab. Besonders bei einem großen Koibestand sind Störe stark gefährdet zu wenig Futter abzubekommen und langsam  verhungern zu müssen.

Für die Menge an Futter gilt als Faustregel 1% des Körpergewichts. Diese Menge soll verteilt über den Tag verfüttert werden.

Da Störe auch im Winter ziemlich aktiv sind und ihnen Kälte auch nicht viel ausmacht, wird empfohlen, sie auch in der kalten Jahreszeit zu füttern. Auch hier hat sich die Verwendung eines Rohres sehr gut bewährt, denn die anderen Fische sollen keine Nahrung zu sich nehmen. Die Futtermenge sollte halbiert werden.

So wie der Teich zufriert, wird die Fütterung eingestellt !


Einige   Stör – Arten
 
Sterlet  -  Acipenser ruthenus

  • am besten für den Gartenteich geeignet
  • wird nur ca. 1 m lang und 10 kg schwer
  • ist hellgrau gefärbt und hat eine schlanke, spitze Schnauze, leicht nach oben gebogen
  • er lebt im Gegensatz zu den anderen Störarten ausschließlich im Süßwasser
  • kann ca. 20 Jahre alt werden

Sternhausen  -  Acipenser stellatus

  • wird bis 1,5 m lang und ca. 25 kg schwer
  • auf Grund dieser Größe auch noch recht gut für große Teiche geeignet
  • erreicht ein Alter von ca. 30 Jahren, ist ab ca. 8 Jahren geschlechtsreif
  • die Schnauze ist lang und schnabelähnlich
  • er hat eine schöne helle Zeichnung
  • auf russisch wird der Fisch wie auch sein Kaviar „Sevruga“ genannt

Waxdick oder Güldenstaedti  - Acipenser güldenstaedtii

  • hat eine stumpfe Schnauze und eine helle Zeichnung
  • erreicht eine Länge von 2 m und ein Durchschnittsgewicht von ca. 80 kg
  • es gibt Exemplare mit einem Gewicht von bis zu 200 kg
  • kann 50 Jahre alt werden und ist ab dem 10. Lebensjahr geschlechtsreif
  • aus ihm gewinnt man den Ossetra-Kaviar

Sibirischer Stör  -  Acipenser baeri

  • wird ca. 2 m lang und kann bis 100 kg schwer werden
  • erreicht ein Alter von ca. 50 Jahren und ist ab dem 10. Lebensjahr geschlechtsreif
  • ist dunkelgrau gefärbt und hat eine spitze Schnauze
  • ist heimisch in den Flüssen Ob und Lena
  • beliebter Speisefisch

Hausen  - Huso huso

  • er ist der größte Süßwasserfisch der Welt
  • wird 4 m lang und bis 1.200 kg schwer
  • kann ein Alter von 100 Jahren erreichen, wird ab dem 14. Lebensjahr geschlechtsreif
  • für den Gartenteich ist er absolut nicht geeignet
  • ist als einziger Stör ein Raubfisch !!
  • auf russisch nennt man ihn und seinen Kaviar „Beluga“ 

Es gibt auch noch den Löffelstör – Polydon spathula und den Schaufelstör- Scaphirhynchus platorynchus. Diese beiden Arten sind ebenfalls für den Gartenteich nicht geeignet. Sie sind Planktonfresser und finden daher in den Teichen nicht genügend Nahrung.