Muscheln sind auf Grund ihrer filtrierenden Lebensweise sehr interessante Teichbewohner. Sie pumpen das Teichwasser durch ihre Kiemen und sieben die darin befindlichen Partikel heraus. Somit sind sie eigentlich lebende Filteranlagen.
Eine Teichmuschel wird zwischen 7 und 20 cm groß, einige Jahrzehnte alt und kann bis zu 40 Liter Wasser pro Stunde umwälzen. Die Filterleistung ist von der Wassertemperatur abhängig. Mit sinkender Temperatur nimmt auch die Leistung ab. Trotzdem filtriert die Muschel das ganze Jahr hindurch und kann auch im Winter ohne Problem im Teich bleiben, vorausgesetzt er hat eine tiefe, frostfreie Zone.
Da sich Muscheln gern bis zur Hälfte eingraben, brauchen sie als Bodengrund feinen Sand. Angesammelter Schlamm und Schlick ist allerdings gefährlich, denn die Muschel braucht Sauerstoff. Auch beim Überwintern sollte man darauf achten, dass nicht zu viele verrottende Pflanzenteile auf dem Boden liegen und durch Fäulnis Sauerstoffmangel entsteht.
Die Teichmuschel ist zur Wahrnehmung von Schatten befähigt. Im Mantelrand befinden sich lichtempfindliche Sinneszellen, die vor möglichen Feinden bewahren. Zunächst werden nur die Tentakeln eingezogen, bei stärkeren Reizen klappen die Schalen fest zusammen.
Muscheln sind getrenntgeschlechtlich, aber äußerlich sind die Geschlechtsunterschiede nicht erkennbar. Die Fortpflanzung der Teichmuschel erfolgt im Winter. Die Eier werden innerhalb der Kiemenhöhle befruchtet. Die Spermien gelangen durch die Atmung zu den Eiern.
Die schlüpfenden Larven überwintern in der Muschel. Eine weibliche Muschel kann bis zu 300.000 Eier beherbergen. Im Frühjahr werden sie dann ausgestoßen und sinken massenweise als Klumpen zu Boden. Sobald sich ein Fisch nähert, klappen die winzigen Schalen der Larven zusammen und verhaken sich in der Fischhaut. Die winzige Wunde verheilt und die Larve wird vom Fisch eingekapselt. Nach 2- 10 Wochen platzt die Hautkapsel auf und die Muschel beginnt ihr selbständiges Leben.
Als Faustregel gilt : 3 – 4 Muscheln / pro m³ Teichwasser
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