Flußkrebse sind vorwiegend nachtaktive Tiere. Nur zur Häutung und Fortpflanzung nutzen sie auch den Tag. Mit Einbruch der Dämmerung verlassen sie ihre Verstecke zur Nahrungsaufnahme. Die Anspruchslosigkeit in der Nahrungswahl hilft, so manches Teich- problem in den Griff zu bekommen.
Als Hauptnahrungsquellen dienen abgestorbene Pflanzenteile, eingefallenes Laub, sogar Fadenalgen und Planktonalgen (dazu besitzen sie zum Aussieben eine Art Filterapparat an den Kieferfüßchen ) sowie Schnecken, Würmer, Egel und kranke oder tote Fische. Damit sind die Krebse die Gesundheitspolizei im Teich.
Um sie bei der Nahrungsaufnahme beobachten zu können, kann man sie in der Dämmerung mit kleinen rohen Fischstückchen, geraspelten Karotten, gekochten Kartoffeln oder frischer Leber anfüttern.
Flußkrebse sind die größten einheimischen Süßwasserkrebse. Sie können eine Größe von ca. 15 cm und ein Alter von über 15 Jahren erreichen. Ihre Färbung ist meistens mittel - bis dunkelbraun, es treten aber auch himmel - bis stahlblaue Exemplare auf.
Die Geschlechtsreife erreichen sie im Alter von 3-4 Jahren. Die Paarung findet im Oktober statt. Dann trägt das Weibchen die Eier bis Ende Mai / Anfang Juni unter dem Schwanz. Dort bleiben die geschlüpften Krebslarven noch ca. eine Woche, bis zu ihrer ersten Häutung . Danach werden sie noch einige Tage von der Mutter geführt und werden dann selbständig. Ideal ist die Haltung von einem Männchen und mehreren Weibchen.
Krebse mögen Teiche mit viel Pflanzenwuchs und die Wassertemperaturen sollten im Sommer 25°C nicht übersteigen. An die Jahreszeiten können sie sich gut anpassen und deshalb auch im Teich überwintern.
Transportiert werden sollten Krebse in einem Gefäß mit feuchter Unterlage wie Zeitung oder Holzwolle. Wasser ist nicht notwendig da sie in der Lage sind Luft zu atmen.
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